God is (not) in control!

16 11 2010

Download der MP3

Predigt bisher gehalten bei: JF Bochum (07.11.2010)
Aufnahme vom: 07.11.2010 (Bochum)

Der Hauptext, um den sich die Predigt dreht (Markus 5, NGÜ):

21 Jesus fuhr mit dem Boot wieder ans andere Ufer, wo sich bald eine große Menschenmenge um ihn versammelte. Er war noch am See, 22 als einer der Synagogenvorsteher kam, ein Mann namens Jairus. Er warf sich8 Jesus zu Füßen 23 und flehte ihn an: »Meine Tochter liegt im Sterben. Komm und leg ihr die Hände auf, damit sie wieder gesund wird9 und am Leben bleibt!« 24 Jesus ging mit ihm. Eine große Menschenmenge schloss sich ihm an und drängte sich um ihn. 25 Unter den Leuten war auch eine Frau, die seit zwölf Jahren an schweren Blutungen litt. 26 Sie war bei vielen Ärzten in Behandlung gewesen und hatte dabei viel gelitten und ihr gesamtes Vermögen ausgegeben, aber es hatte nichts genützt; im Gegenteil, ihr Leiden war nur noch schlimmer geworden. 27 Diese Frau hatte von Jesus gehört. Nun drängte sie sich in der Menge von hinten an ihn heran und berührte sein Gewand, 28 denn sie sagte sich: »Wenn ich auch nur sein Gewand berühre, werde ich gesund10.« 29 Und wirklich, im selben Augenblick hörte ihre Blutung auf, und sie spürte11, dass sie von ihrem Leiden geheilt war. 30 Im selben Augenblick merkte auch Jesus, dass eine Kraft von ihm ausgegangen war. Er drehte sich um und fragte die Leute: »Wer hat mein Gewand berührt?« 31 Seine Jünger erwiderten: »Du siehst doch, wie sich die Menschen um dich drängen, und da fragst du: ›Wer hat mich berührt?‹« 32 Aber Jesus blickte in der Menge umher, um zu sehen, wer12 es gewesen war. 33 Zitternd vor Angst trat die Frau vor; sie wusste ja, was mit ihr geschehen war. Sie warf sich vor Jesus nieder und erzählte ihm alles, ohne etwas zu verschweigen13. 34 »Meine Tochter«, sagte Jesus zu ihr, »dein Glaube hat dich gerettet14. Geh in Frieden! Du bist15 von deinem Leiden geheilt.« 35 Während Jesus noch mit ihr redete, kamen einige Leute vom Haus des Synagogenvorstehers. »Deine Tochter ist gestorben«, sagten sie zu Jairus. »Was bemühst du den Meister noch länger?« 36 Jesus hatte zugehört.16 Er wandte sich zu dem Synagogenvorsteher und sagte: »Du brauchst dich nicht zu fürchten; glaube nur17!« 37 Dann ging er weiter, erlaubte aber niemand, ihn zu begleiten, außer Petrus und Jakobus und dessen Bruder Johannes. 38 Als sie zum Haus des Synagogenvorstehers kamen und Jesus sah, wie alles in heller Aufregung war und wie die Menschen laut weinten und klagten, 39 ging er hinein und sagte zu ihnen: »Was soll diese Aufregung? Warum weint ihr? Das Kind ist nicht tot, es schläft nur.« 40 Da lachten sie ihn aus. Er aber schickte alle hinaus bis auf den Vater und die Mutter des Mädchens und die Jünger, die bei ihm waren; mit ihnen ging er in den Raum, in dem das Kind lag. 41 Er ergriff es bei der Hand und sagte zu ihm: »Talita kum18!« (Das bedeutet: »Mädchen, ich befehle dir: Steh auf!«) 42 Und zum grenzenlosen Erstaunen aller erhob sich das Mädchen und fing an umherzugehen; es war zwölf Jahre alt.

Zusammenfassung und Diskussionsgrundlage:
(Am Besten erst lesen, nach dem Du die Predigt gehört hast, einige Dinge könnten sonst unschlüssig klingen, es ist nur als Gedankenstütze gedacht, falls du zur Predigt mit diskutieren willst)

Die Frau hat von Gott den Glauben bekommen, dass sie Jesus Gewand berühren muss, denn dann wird sie geheilt. Eine Heilung auf Grund einer Tat ist theologisch nicht haltbar, trotzdem war es in Gottes Plan wichtig, dass sie Jesus berührt. Geheilt wurde sie durch ihren Glauben, Gott profitierte davon, dass sie seinem Plan treu war.
Wie oft verstehen wir nicht, weshalb Gott etwas von uns will und lassen es dann lieber? Dadurch begehen wir Sabotage an Gott. Er hat uns bewusst die Kontrolle über sein Reich auf dieser Welt gegeben und versorgt uns nur mit einem Plan, was er für uns empfiehlt. Trotzdem hat jeder einzelne von uns die Kontrolle und die Pflicht mit diesem Plan treu umzugehen.


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Eine Antwort

22 11 2010
Mofa

Hey Falko, ich finds schade, dass ich diese Diskussionsplattform entjunfern darf aber seis drum…

Ich hab dir (denke ich) schon mal geschrieben, dass eine fundierte Predigtbeurteilung nur mit Hintergrundwissen zur Gemeinde vor der sie gehalten wurde Sinn macht, aber hier soll es ja in erster Linie um die / deine Homilie gehen, nur soviel: Ich geh stark davon aus, dass die Predigt auf Augenhöhe gehalten wurde, d.h. für jeden nachvollziehbar, somit ist die erste Forderung der Homilie schon mal erfüllt.

Theologisch / rhetorisch finde ich den Bogen hin zu einem Masterplan seeehr geil, klar verständlich und schlüssig begründet. Auch das Spannungsfeld zwischen dem allmächtigen Gott und dem freien Willen der Menschen hast du für meinem Geschmack sehr gut rausgearbeitet und auch aufgelöst.

Aber jetzt bin ich erst mal gespannt, ob sich hier noch andere Leute beteiligen, würde mir auf jeden Fall Spass machen…

Be blessed

Mofa

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